Die automatische Probenzuführung in 'roboTest F' Bauart ist für nicht-formstabile Proben, wie z.B. Folien, Textilien und Vliese konzipiert. Durch die Verwendung der entsprechenden Probenklemmen können darüber hinaus auch Metallproben sowie Drähte geprüft werden. Der Clou ist die äußerst einfache Bedienung der Anlage. Selbst unbeaufsichtigtes Prüfen in sogenannten. Geisterschichten oder die Bestückung der Anlage durch angelerntes Personal ist möglich.
Eine Beeinflussung durch unterschiedliche Bediener ist ausgeschlossen und die Prüfbedingungen sind auch über eine lange Betriebszeit reproduzierbar.
Nach der Eingabe der Probendaten bzw. Datenübernahme vom Host-Rechner erfolgt das sehr einfache Bestücken des Probenmagazins durch Einklipsen der Prüflinge in „Spangen“. Diese können auf verschiedene Probenlängen von 100-350 mm Länge eingestellt werden. Nach dem Starten der Prüfanlage werden alle zu prüfenden Proben geprüft und mittels Ausblasen oder Entnahme entsorgt. Fertig!
Die ausgezeichnete Positioniergenauigkeit der automatischen Probenzuführung schließt subjektive Einflüsse aus. Die durchgängige und leichte Bedienbarkeit der automatischen Prüfanlage ist durch die Zusammenfassung aller Anlagenfunktionen in der Bedienoberfläche der Zwick Anwendersoftware autoEdition2 gewährleistet. Eine gesicherte Dokumentation und statistische Langzeitkontrolle von Prozess- und Produktionsmethoden auch im Sinne von DIN ISO 9001 ist ein weiterer Pluspunkt.
Aufbau und Funktionsweise
Bei der automatischen Probenzuführung können spezifische Kundenanforderungen durch das Baukastensystem leicht realisiert werden. Der modulare Aufbau der Probenzuführung erlaubt manuelle Prüfungen ohne mechanische Umbaumaßnahmen an der Maschine. Auch die Prüfreihenfolge kann durch die einzelne Magazinierung der Proben und den wahlfreien Zugriff des Probengreifers jederzeit vom Bediener geändert werden. Optional können die Prüfvorgaben direkt online von einem Großrechner abgerufen werden.
Die Gesamtanlage wird von einer SPS gesteuert, die Auswertung wird mit der Anwendersoftware Zwick testXpert® auf dem Steuer-PC durchgeführt. Eine gezielte Probenrestentsorgung mit Gut/Schlecht Sortierung ist durch entsprechende Toleranzvorgaben für die Prüfergebnisse möglich. Der Datenaustausch mit einem übergeordneten Hostrechner kann zum Beispiel über ein lokales PC-Netzwerk realisiert werden.
Die abgebildete Prüfanlage besteht aus einer Zugprüfmaschine und einer automatischen Probenzuführung (Handlingsystem). Das Handlingsystem selbst besteht aus zwei servogesteuerten Fahrachsen und einer umlaufenden Trägerkette mit bis zu 200 Probenhalterungen. Diese Halterungen können als Metallspangen, Klemmen oder Magnete ausgeführt sein und sind für verschiedene Arten von Probenformen optimiert. Die frei programmierbaren Servoachsen erlauben eine beliebige Bestückung der Trägerkette mit den unterschiedlichsten Probenklemmen, neben Metallproben können auch nicht formstabile Folien und Textilien oder dünne Metalldrähte gehandelt werden.
Die automatische Probenzuführung gibt es in zwei verschiedenen Größen für 100 oder 200 Proben. Der kompakte Systemaufbau benötigt nur wenig Platz und ist daher auch als Nachrüstung an vorhandene Zwick Prüfmaschinen optimal geeignet.
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